Klimaplatten ergänzen Kalziumsilikatplatten um eine leichtgewichtigere, teils vielseitigere Alternative im feuchteregulierenden Innendämmungsbereich. Dieser Beitrag erklärt die Materialeigenschaften, wofür Klimaplatten eingesetzt werden und worauf bei der Verarbeitung zu achten ist.
Was sind Klimaplatten?
Klimaplatten sind mineralische, hochporoese Innendämmplatten mit stark hygroskopischen Eigenschaften – ähnlich wie Kalziumsilikatplatten (siehe Kalziumsilikatplatten) regulieren sie Feuchtigkeit aktiv, oft auf Basis unterschiedlicher mineralischer Rohstoffe wie Perlite oder speziellen Kalk-Zement-Mischungen. Die genaue Materialzusammensetzung variiert je nach Hersteller, das Funktionsprinzip der kapillaren Feuchteregulierung bleibt aber vergleichbar.
Warum die Porenstruktur so entscheidend ist
Die offene, feinporige Struktur der Klimaplatte ermöglicht sowohl Wärmedämmung als auch kapillaren Feuchtetransport gleichzeitig – diese Doppelfunktion unterscheidet Klimaplatten von reinen Dämmstoffen, die entweder nur dämmen oder nur Feuchtigkeit regulieren, aber selten beide Eigenschaften in vergleichbarem Maße kombinieren.
Wofür Klimaplatten eingesetzt werden
Innendämmung bei begrenzter Aufbauhöhe
Bei Platzmangel im Innenraum bieten Klimaplatten eine schlanke Lösung mit kombinierter Dämm- und Feuchteregulierungsfunktion.
Sanierung feuchtebelasteter Kellerraeume
In Bereichen mit erhöhter Grundfeuchte helfen Klimaplatten, kurzzeitige Feuchtespitzen abzupuffern.
Renovierung mit Schimmelvorgeschichte
Nach erfolgreicher Schimmelsanierung können Klimaplatten das Rückfallrisiko durch aktive Feuchteregulierung deutlich reduzieren.
Richtige Verarbeitung
- Vollflächige Verklebung sicherstellen: Hohlraeume beeinträchtigen die Feuchteregulierung erheblich
- Diffusionsoffene Beschichtung verwenden: Nur mineralische, atmungsaktive Farben nutzen
- Herstellersystem konsequent einhalten: Grundierung, Kleber und Deckschicht sollten aufeinander abgestimmt sein
- Grundursache der Feuchte zusätzlich beheben: Klimaplatten puffern Feuchte, lösen aber keine baulichen Feuchteprobleme
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Klimaplatten vs. Kalziumsilikatplatten
Kalziumsilikatplatten (siehe Kalziumsilikatplatten) haben einen besonders hohen pH-Wert mit zusätzlicher schimmelhemmender Wirkung, während Klimaplatten je nach Hersteller variierende Materialzusammensetzungen mit ähnlichem Grundprinzip nutzen.
Klimaplatten vs. Dämmplatte allgemein
Dämmplatten (siehe Dämmplatte) sind der übergeordnete Begriff, Klimaplatten eine spezialisierte Variante mit kombinierter Dämm- und Feuchteregulierungsfunktion.
Sicherheit, Lagerung und Entsorgung
Arbeitsschutz
Beim Zuschneiden entsteht mineralischer Staub – Staubmaske und Handschuhe tragen, besonders bei längerer Bearbeitung.
Lagerung
Trocken und liegend lagern, um Bruchschäden zu vermeiden.
Entsorgung
Reste über den Bauschutt entsorgen, da das Material mineralisch und unbedenklich ist.
📌 Beitragsbild-Vorschlag (Featured Image, noch einzufügen): Foto beim Anbringen von Klimaplatten in einem sanierten Kellerraum.
Alt-Text-Vorschlag: „Klimaplatten werden in Kellerraum montiert“
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zu Kalziumsilikatplatten?
Kalziumsilikatplatten haben einen besonders hohen pH-Wert mit zusätzlicher schimmelhemmender Wirkung.
Lösen Klimaplatten bauliche Feuchteprobleme?
Nein, sie puffern Feuchte, die Grundursache muss zusätzlich behoben werden.
Welche Farbe eignet sich auf Klimaplatten?
Nur mineralische, diffusionsoffene Farben, um die Feuchteregulierung nicht zu blockieren.
Eignen sich Klimaplatten für Kellerraeume?
Ja, sie helfen bei erhöhter Grundfeuchte, kurzzeitige Feuchtespitzen abzupuffern.
Warum ist vollflächige Verklebung wichtig?
Hohlraeume hinter der Platte beeinträchtigen die Feuchteregulierung erheblich.
Wie entsorge ich Reste von Klimaplatten?
Über den Bauschutt, da das Material mineralisch und unbedenklich ist.

