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Eine Trennwand aus Trockenbau besteht aus UW-Profilen an Boden und Decke, CW-Ständern im Achsabstand von 62,5 cm, Dämmung im Hohlraum und einer Beplankung aus Gipskartonplatten. Die Beplankung wird einschalig oder zweilagig ausgeführt, die Fugen verspachtelt. Entscheidend sind drei Dinge: die lotrechte Ausrichtung der Ständer, die Aussteifung an Türöffnungen und der Anschluss an Massivbauteile mit dauerelastischer Fuge. Raumhohe Wände über 3 Metern brauchen eine tragfähige Unterkonstruktion, keine dünnere Platte.
Der Aufbau von unten nach oben
- UW-Profile an Boden und Decke, mit Dichtband unterlegt, mit Schlagdübeln befestigt.
- CW-Ständer senkrecht zwischen die UW-Profile, im Achsabstand von 62,5 cm bei 12,5 mm Plattenstärke.
- Aussteifung an Türöffnungen und an freien Enden.
- Dämmung in den Hohlraum, bei Schall- oder Brandschutzanforderungen mit definierter Mineralwolle.
- Beplankung mit Gipskartonplatten, je nach Anforderung ein- oder zweilagig.
- Verspachtelung in der Qualitätsstufe, die der Anstrich verlangt.
Wie die Bauteile im Einzelnen heißen und zusammenwirken, steht unter Trockenbau.
Profile und Maße
| Bauteil | übliche Größe | Anmerkung |
|---|---|---|
| UW-Profil | 50, 75, 100 mm | passend zur CW-Breite |
| CW-Profil | 50, 75, 100 mm | 50 mm für kurze Wände, 75 mm als Standard |
| Plattenstärke | 12,5 mm | 15 mm für höhere Anforderungen |
| Achsabstand | 62,5 cm | bei 12,5 mm; 40 cm bei 9,5 mm |
| Wandhöhe | bis 3 m mit CW 75 | darüber gesonderte Konstruktion |
Der Achsabstand ist keine Empfehlung, sondern eine Rechengröße: Bei 62,5 cm liegt die Plattenkante immer auf einem Ständer, weil die Platte 125 cm breit ist. Wer den Abstand ändert, muss die Plattenkanten gesondert unterstützen.
Die richtige Wanddicke wählen
Die Wanddicke ergibt sich aus Profil und Beplankung:
- 50 mm Profil, einschalig: etwa 75 mm Gesamtdicke. Für Abstellräume und kurze Trennwände.
- 75 mm Profil, einschalig: etwa 100 mm. Der Standard für Wohnungstrennwände.
- 75 mm Profil, zweilagig: etwa 125 mm. Für erhöhten Schallschutz.
- 100 mm Profil, zweilagig: etwa 150 mm. Für erhöhte Anforderungen an Schall und Brandschutz.
Wer eine Wand dicker plant, gewinnt meist mehr Schallschutz als durch eine zusätzliche Dämmplatte auf der Wandfläche.
Beplankung
Einschalig reicht für Trennwände in Wohnungen ohne besondere Anforderungen. Zweilagig ist nötig, wenn Schallschutz, Brandschutz oder hohe mechanische Belastung gefordert sind — und immer dann, wenn die Wand als raumhohe Fläche ohne Fugen wirken soll.
Regeln für die Beplankung:
- Platten versetzt anordnen. Stoßfugen der zweiten Lage dürfen nicht über den Fugen der ersten liegen.
- Schraubenabstand 25 cm am Rand, 30 cm in der Fläche. Bei zweilagiger Beplankung längere Schrauben für die zweite Lage.
- Platten nicht press anstoßen. 3 bis 5 mm Fuge zwischen den Platten, damit die Spachtelmasse eindringen kann.
- Fugen nicht auf Ständerkante. Wenn möglich, Fugen zwischen zwei Ständern anordnen — sonst reißen sie beim ersten Stoß.
Der Werkzeugkasten: Ein Akkuschrauber mit Tiefenanschlag setzt die Schrauben gleichmäßig versenkt; ohne Tiefenanschlag wird die Platte durchgedrückt.
Türöffnungen
Die häufigste Schwachstelle. Drei Punkte:
- Aussteifung. Der Ständer neben der Türöffnung ist ein Steher, der Last aufnimmt — er wird mit einem Riegel oben verbunden. Ohne Riegel schwingt die Wand beim Zumachen der Tür.
- Zarge und Anschluss. Die Türzarge wird an der Aussteifung befestigt, nicht an der Beplankung. Wie Türzargen aufgebaut sind, steht unter Türzarge.
- Fuge. Zwischen Zarge und Beplankung bleibt eine Fuge, die mit Acryl oder dauerelastischem Dichtstoff geschlossen wird.
Der Spachtelkasten: Für das Schließen der Fugen und das Glätten der Wandfläche gehört eine Feinspachtelmasse dazu, die sich schleifen lässt.
Anschlüsse an Massivbauteile
Der Anschluss entscheidet über Risse.
- Anschlussprofil an Wand oder Decke, mit dauerelastischem Dichtstoff hinterlegt.
- Keine starre Verspachtelung an Massivbauteile. Wo zwei Bauteile unterschiedlich arbeiten, reißt eine starre Fuge.
- Schattenfuge als gestalterische Alternative: Der Rücksprung nimmt die Bewegung auf und ist gleichzeitig die sichtbare Kante. Wie das Detail ausgeführt wird, steht unter Schattenfuge.
- Dichtband unter UW-Profilen verhindert Schallbrücken zum Estrich.
Der Dichtstoffkasten: Für Anschlussfugen an Zarge und Massivwand ist ein überstreichbarer Acryl-Dichtstoff die richtige Wahl.
Verspachteln
Die Qualitätsstufe richtet sich nach dem Anstrich:
| Stufe | Ausführung | geeignet für |
|---|---|---|
| Q1 | Fugen geschlossen | Fliesenuntergrund, verdeckte Flächen |
| Q2 | Fugen und Schrauben gespachtelt, Fläche glatt | normaler Anstrich, Tapete |
| Q3 | zusätzlich breit gespachtelt, geschliffen | Streiflicht, glänzende Anstriche |
| Q4 | vollflächig gespachtelt | höchste Anforderungen |
Für Wohnräume mit mattem Anstrich reicht Q2. Bei Streiflicht an der Decke und bei seidenmatten Farben ist Q3 die Untergrenze. Die Systematik der Stufen steht unter Q1 bis Q4 Spachtelstufen.
Der zweite Spachtelkasten: Für größere Flächen ist eine gebrauchsfertige Leichtspachtelmasse in der 15-kg-Ablage günstiger als viele kleine Gebinde.
Der Glättkasten: Für das Verstreichen der Fläche nach dem Spachteln ist ein breiter Flächenspachtel nötig, mit dem sich der Auftrag gleichmäßig ziehen lässt.
Häufige Fehler aus der Praxis
| Fehler | Folge | Abhilfe |
|---|---|---|
| Ständer nicht lotrecht | Die Wand steht schief, die Anschlüsse reißen. | jedes Profil mit der Wasserwaage setzen. |
| Plattenfuge auf Ständerkante | Die Fuge reißt beim ersten Stoß. | Fugen zwischen Ständern anordnen. |
| Türöffnung nicht ausgesteift | Die Wand schwingt, die Zarge wird undicht. | Riegel und Steher. |
| Starre Verspachtelung am Massivbau | Haarrisse nach dem ersten Heizwechsel. | dauerelastische Fuge oder Schattenfuge. |
| Zu früh gestrichen | Feuchte Spachtelmasse quillt unter der Farbe. | Trocknungszeiten einhalten. |







